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Zuständigkeiten

Offizielle Anlaufstellen für die Belange von Asylbegehrenden, Geduldeten oder Migranten in der Gemeinde Kerken, im Land Nordrhein-Westfalen und beim Bund finden Sie in den folgenden Rubriken.

Arbeit und Ausbildung

Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für Migranten nicht immer leicht. So gibt es z.B. nicht in allen Bereichen genügend Arbeitsplätze. Zudem sind oft bestimmte Qualifikationen nachzuweisen, wenn man eine Arbeit aufnehmen möchte. Die Anerkennung oder Bewertung von im Ausland erworbenen Abschlüssen kann dabei helfen und ist deshalb besonders wichtig.

Zuständig für die nahtlose Überleitung der Migranten in den Arbeitsmarkt ist die Bundeagentur für Arbeit. Bereits im Antragsverfahren werden daher Asylsuchende mit einer positiven Bleibeperspektive von der Arbeitsagentur gebeten, einen Kurzlebenslauf auszufüllen. Dieser dient später als Grundlage für ein Gespräch mit dem Kundenberater eines örtlichen Jobcenters.

Für Asylsuchende aus einem sogenannten "sicheren Herkunftsstaat" gibt es ein gesetzlich geregeltes vollständiges Arbeitsverbot. Wenn kein Arbeitsverbot besteht, ist der Zugang zu Beschäftigung folgendermaßen geregelt:

1. bis 3. Monat Aufenthalt in Deutschland
In den ersten drei Monaten besteht eine Wartefrist für den Arbeitsmarktzugang. Es darf nicht gearbeitet werden. Danach besteht grundsätzlich ein nachrangiger Arbeitsmarktzugang, d. h. weiterhin muss für eine konkrete Beschäftigung eine Erlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragt werden, die wiederum die ZAV (Agentur für Arbeit) um Zustimmung anfragen muss. Für eine Zustimmung werden grundsätzlich eine Vorrangprüfung und eine Prüfung der Beschäftigungsbedingungen durchgeführt. Die Vorrangprüfung entfällt nun spätestens nach einem 15monatigen Aufenthalt.

Personen mit Aufenthaltsgestattung können jedoch nach den ersten drei Monaten des Aufenthalts eine betriebliche Ausbildung ohne Zustimmung der ZAV aufnehmen. Für eine schulische Berufsausbildung ist in der Regel ohnehin keine Erlaubnis erforderlich.Personen mit Duldung können wie bisher ohne Wartefrist ab dem ersten Tag des Aufenthalts eine betriebliche Ausbildung ohne Zustimmung der ZAV aufnehmen.

bis zu 6 Monate Aufenthalt
Die Wartefrist kann bis zu 6 Monate andauern, da sie solange gilt, wie ein/e Asylsuchende/r in einer Aufnahmeeinrichtung des Landes untergebracht ist.

nach Wartefrist bis zum 15. Monat des Aufenthalts
Nun ist ein Zugang zu Beschäftigung grundsätzlich gegeben. Die Ausländerbehörde holt zur Prüfung des Antrags auf eine Beschäftigungserlaubnis die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ein. Diese prüft immer, ob die/der Asylsuchende zu den gleichen Arbeitsbedingungen eingestellt wird wie entsprechende deutsche Arbeitnehmer/innen.

vom 16. bis 48. Monat Aufenthalt
Vom 16. bis 48. Monat wird überall in NRW nur noch geprüft, ob die Person zu den gleichen Bedingungen eingestellt wird wie entsprechende deutsche Arbeitnehmer/innen.

ab dem 49. Monat des Aufenthalts
Ab dem 49. Monat in Deutschland ist eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit nicht mehr erforderlich. Wenn kein Arbeitsverbot vorliegt, darf der/die Asylsuchende grundsätzlich jede Beschäftigung aufnehmen, muss sich dies jedoch von der Ausländerbehörde im jeweiligen Dokument eintragen lassen.

Ausländerbehörde

kreisverwaltung kleveAusländerinnen und Ausländer, die ihren Hauptwohnsitz im Kreis Kleve haben, werden in vielen rechtlichen Angelegenheiten vom Kreis Kleve betreut. Anlaufstelle ist für sie die Ausländerbehörde, sie liegt an der Nassauerallee, der Eingang befindet sich gegenüber vom Hauptgebäude der Kreisverwaltung.

In der Ausländerbehörde des Kreises Kleve gelten folgende Öffnungszeiten:

montags, dienstags und donnerstags:    09:00 bis 16:00 Uhr
mittwochs und freitags:                   geschlossen

Thema Telefon Faxnummer
Allgemeine Informationen 02821/85-194 02821/85-190

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist das Kompetenzzentrum für Asyl, Migration und Integration in Deutschland.

Es hat seinen Sitz in Nürnberg und ist für die Bereiche Migration, Integration und Asyl zuständig. Das Bundesamt entscheidet über Asylanträge, fördert und koordiniert die sprachliche, soziale und kulturelle Integration von Zuwandern in Deutschland.

Darüber hinaus gehört zur Bandbreite der Aufgaben auch das Feld der Migrationsforschung – ein gesetzlich verankerter Forschungsauftrag zur Gewinnung analytischer Aussagen zur Steuerung der Migration. Die hier gewonnenen Daten und Erkenntnisse ermöglichen eine kompetente Beratung der Politik und anderer gesellschaftlicher Akteure.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bamf.de.

Ehrenamtskoordination

engagement fuer fluechtlingeZwei Mitarbeiterinnen des Caritas-Verbandes Geldern unterstützen seit September 2017 die Arbeit der ehrenamtlich in der Migrationsarbeit tätigen Helferinnen und Helfer. Lisa Helders und Valentina Janzen haben ihre Büros in den Räumen des Elisabeth-Seniorenheimes in Nieukerk bezogen und stehen seitdem den Flüchtlingen wie auch den ehrenamtlich engagierten Menschen als Ansprechpartner in vielen Fragen zur Verfügung.


Der Aufgabenbereich von Lisa Helders umfasst die Bereiche Integration und Migration. Hierzu zählen u.a.

  • Aufenthaltsrechtliche und sozialrechtliche Fragestellungen
  • Individuelle Information und Beratung (z.B. Rechtsfolgen von Asylentscheidungen)
  • Konkrete Hilfestellungen (z.B. bei der Arbeits- und Wohnungssuche)

Die Hauptaufgaben von Valentina Janzen hingegen ist die Ehrenamtskoordination. Hierzu zählen u.a.

  • Planung und Koordination der ehrenamtlichen Arbeit (z.B. formale und rechtliche Grundlagen im Ehrenamt)
  • Beratung und Unterstützung im Ehrenamt (z.B. Initiierung von Erfahrungsaustauschen)
  • Erschließung neuer und Gestaltung bestehender ehrenamtlicher Arbeitsfelder
  • Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden u.a. Organisationen
  • Durchführung von Fortbilgungsangeboten und Arbeitstreffen
Kontaktdaten Festnetz Mobil E-Mail Büro Bürozeiten  
             
Lisa Helders 0 28 33 -
92 04 00
------------------- lisa.helders
@caritas-geldern.de

Elisabeth-Haus Nieukerk

Elisabethstraße 5

Mo - 10-15h

Do - 10-15h

helders caritas kontakt
             
Valentina Janzen 0 28 33 -
92 04 01
01 73 -
42 31 865
valentina.janzen
@caritas-geldern.de

Elisabeth-Haus Nieukerk

Elisabethstraße 5

Di -  10-15h

Do - 10-15h

janzen caritas kontakt

Verwaltungsintern ist für alle Flüchtlingsfragen

Frau Judith Hüsken, T 0 28 33 - 92 21 26, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

zuständig.

Gesundheit

Medizinische Grundleistungen für Flüchtlinge

In den ersten 15 Monaten ihres Aufenthalts erhalten Migranten Grundleistungen für Asylbewerber. Zu diesen Leistungen zählen

● Behandlung von akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen
● Medizinisch notwendige Vorsorgeuntersuchungen sowie Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt
● Schutzimpfungen
● Medizinisch notwendige Versorgung mit Arzneimitteln

Ärztliche Behandlung von Migranten

Um einen Arzt aufsuchen zu können, müssen die Flüchtlinge erst einen Behandlungsschein bei dem örtlichen Sozialamt beantragen. Die dortigen Beschäftigen müssen darüber entscheiden, ob eine Behandlungsbedürftigkeit besteht.

Melderecht, Ausweis, Pass

Asylberechtigte erhalten von ihrer zuständigen Ausländerbehörde (für die Migranten in der Gemeinde Kerken ist das der Kreis Kleve) eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre (§§ 25 und 26 Aufenthaltsgesetz).

Vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erhalten Asylbewerber, die sich noch im Asylverfahren befinen, eine Aufenthaltsgestattung. Diese berechtigt sie bis zum Abschluss des Asysverfahrens in Deutschland zu leben und unter bestimmten Bedingungen zu arbeiten (§ 55 Asylgesetz).

Personen, die sich nicht (mehr) im Asylverfahren befinden bzw. einen negativen Bescheid erhalten haben, aber bei denen die Abschiebung ausgesetzt wurde, erhalten von der Ausländerbehörde eine "Bescheinigung für die Aussetzung einer Abschiebung", die Duldung genannt wird (§ 60 Aufenthaltsgesetz).

Hier finden Sie eine Übersicht aller o.g. Ausweisdokumente (MUSTER) für Asylsuchende:

Aufenthaltserlaubnis

eAt beidseitig

 Aufenthaltsgestattung

aufenthaltstitel aufenthaltsgestattung

Aufenthaltsduldung

aufenthaltstitel duldung

Quelle: www.bamf.de

Soziale Leistungen

Asylbewerber erhalten Leistungen zur Deckung des notwendigen Bedarfs und persönlicher Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Während der Unterbringung in einer Sammelunterkunft erhalten sie ein sogenanntes Taschengeld und nach dem Umzug in eine Wohnung wird der Bedarf für die Unterkunft, Heizung, Verpflegung und Hausrat zusätzlich gedeckt.

Wenn bedürftige Migranten seit mehr als 15 Monaten in Deutschland leben, stehen ihnen Leistungen in Höhe der Sozialhilfe zu. Im Vergleich zu dem Betrag, den ein Arbeitslosengeld-II- Bezieher erhält, fallen die materiellen Zuwendungen für Geflüchtete geringer aus.

fluechtlinge leistungen

Quelle: www.krankenkassezentrale.de

Sprachförderung

Das Erlernen der Deutschen Sprache ist die Grundvoraussetzung für jede Art von Integration.

In der Gemeinde Kerken wird Deutschunterricht auf ehrenamtlicher Basis und mit Unterstützung der Volkshochschule Gelderland in den Ortsteilen Aldekerk und Nieukerk angeboten. Hierfür und zur "Deutsch-im-Alltag" - Begleitung suchen wir noch freiwillige Helferinnen und Helfer. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Frau Judith Hüsken (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Weitere Informationen zu unseren Sprachlern-Angeboten finden Sie in dem Menuepunkt "Angebote".

Wohnen / Unterbringung

blockhaeuser beispielFür die Unterbringung und Versorgung der zugewiesenen Migranten ist die Gemeinde Kerken zuständig.

Die Verwaltung verfolgt dabei ein Konzept der dezentralen Unterbringung, u.a. um so

  • eine bessere Akzeptanz für die Flüchtlingsaufnahme in der Bevölkerung zu erreichen
  • die Kontaktmöglichkeiten innerhalb der Nachbarschaft zu verbessern (wodurch Vorbehalte ausgeräumt werden können)
  • eine Stigmatisierung der Asylsuchenden zu vermeiden

Dabei achtet die Verwaltung - so weit wie möglich - ebenfalls darauf, dass für die Flüchtlinge

  • eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gewährleistet ist
  • Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte,
  • Behörden und Beratungsmöglichkeiten im Asylverfahren sowie
  • Integrationsangebote der Gemeinde gut erreichbar sind.

Bei der Belegung der Unterkunfte berücksichtigt die Verwaltung, dass

  • die Personenkapazität überschaubar bleibt (möglichst nicht mehr als 50 Flüchtlinge)
  • bei der Belegung auf eine sozialverträgliche Zusammensetzung der Bewohner geachtet wird
  • Frauen und Kinder sich in der Unterkunft sicher bewegen können und in separaten Zimmern untergebracht werden
  • die Unterkünfte mindestens einmal wöchentlich (zu Beginn der Belegung deutlich häufiger) von Mitarbeitern der Verwaltung besucht werden